Jagdgenossenschaft Fridolfing

Bewegungsjagd/ Drückjagd

 

Eine weitere, sehr effiziente Möglichkeit in der Bejagung des Rehwildes, neben der Ansitzjagd und der Pirsch, ist die Bewegungsjagd, auch Drückjagd genannt. 

Historisch gesehen ist die Drückjagd auf Schalenwild (Schwarz-, Reh-, Rot-, Gamswild) keine Idee von grünen Spinnern und verblendeten Förstern, sondern hat in der Jagdgeschichte eine lange Tratition. So berichtet der Grandsigneur der Jagdliteratur, Diezel in seinem Standartwerk "Diezel's Niederjagd" von 1887, über die Treibjagd auf Rehe (bei denen übrigens mit Schrot auf die Rehe geschossen wurde!!). Der bekannte Freiherr von Raesfeld hat in seinem Standardwerk "Das deutsche Weidwerk" von 1919, auch ein Kapitel der Drückjagd auf Rehe gewidmet. Beide Jagdschriftsteller sehen in der Drückjagd auf Rehe eine schöne und bereichernde Form der Gesellschaftsjagd.

Eine Drückjagd ist nur sinnvoll, wenn sie gut vorbereitet und durchgeführt wird. Dabei sollten einige Grundsätze berücksichtigt werden. Diese wurden auf einem Expertenworkshop erarbeitet und niedergeschrieben - bitte hier klicken.

 Zur Nachsuche auf angeschossenes Wild, das nicht unmittelbar zur Strecke kam, stehen bei jeder Bewegungsjagd in der Jagdgenossenschaft Fridolfing  geeignete Nachsuchengespanne zur Verfügung.

 

 

 

Es wurden im gesamten Revier III der Jagdgenossenschaft Fridolfing, genormte Drückjagdböcke (Bauanleitung siehe ►Jagd - Hochsitze) errichtet, um die Sicherheit der Schützen, als auch der Durchgeher zu gewährleisten. Durch die erhöhte Schussposition wird ein guter Kugelfang gewährleistet.

 

 

Als Kugelfang zählt nämlich nur der gewachsene Boden, kein Dickungsrand, kein Maisfeld (siehe ► Verhaltensregeln - Merkblatt Bewegungsjagd der Jagdgenossenschaft Fridolfing).

Hier zeigte sich der gute Zusammenhalt von Jagdgenossen und Jägerschaft, denn bei dieser Gemeinschaftsaktion (Bau als auch Aufstellen der Drückjagdeinrichtungen) waren bis zu 15 Jagdgenossen beteiligt.

Mittlerweile haben wir auch einTransportsytem um schnell die mobilen Sitze vor Ort zu bringen. Dies ist gerade dann notwendig, wenn Sauen im Mais bestätigt wurden. Ein engagierter Jagdgenosse stellt  uns dazu seinen Tieflader zur Verfügung.

 

 

 

Diese Drückjagdböcke können auch als mobile Hochsitze von den Jägern im Revier III genutzt werden. So wurden 11 dieser Jagdeinrichtungen an Maisfeldrändern plaziert, um gezielt ab dem 1. September den Abschuss von Kitzen und Geißen zu ermöglichen.

Ist der Mais abgeerntet, werden diese Drückjagdböcke in die angrenzenden Feldgehölze verlegt.

 

 

Jederzeit können wir somit der veränderten Vegetation Rechnung tragen und flexibel die Jagd gestalten.